Die häufigsten Stolpersteine – und wie du sie umgehst
Kündigungsfrist verpasst.
Die meisten Telefonanlagen-Verträge verlängern sich automatisch, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird. Prüfe deine Frist, sobald der Wechsel feststeht – nicht erst kurz vor dem Wunschtermin.
Gekündigt ohne beantragte Portierung. Die Portierung beinhaltet üblicherweise automatisch die Kündigung des Vertrages zu dieser Rufnummer (inkl. aller verbundenen Produkte). Wird beim Altanbieter gekündigt ohne beantragte Portierung, kann die Rufnummer verloren gehen.
Internetleitung nicht ausreichend geprüft.
Cloud-Telefonanlagen laufen über dein Internet. Wird die Bandbreite oder Stabilität deiner Leitung vorab nicht geprüft, äußert sich das im Livebetrieb schnell in Gesprächsqualität-Problemen. Ein kurzer Check vorab erspart Ärger im Nachhinein.
Keine Testphase eingeplant.
Wer direkt "kalt" umstellt, merkt Konfigurationsfehler – falsch eingestellte Warteschleifen, fehlende Durchwahlen, falsche Ansagen – erst, wenn Kunden schon anrufen. Ein Parallelbetrieb mit Testphase deckt solche Fehler vorher auf.
Mitarbeiter nicht eingebunden.
Eine neue Telefonanlage bringt oft auch neue Bedienung mit sich – Softphone statt Tischtelefon, neue Weiterleitungsregeln, andere Kurzwahlen. Ohne kurze Einschulung sinkt die Akzeptanz, auch wenn die Technik einwandfrei läuft.
Faxe, Notruf und Nebensysteme vergessen.
Fax-Anschlüsse, Alarmanlagen oder Aufzugsnotrufe hängen in vielen Betrieben noch an der alten Telefonanlage. Diese Nebenanschlüsse werden bei der Migration gern übersehen – am besten schon in der Bestandsaufnahme mit erfassen.
Zeitaufwand für die Konfiguration unterschätzt.
Je mehr individuelle Anforderungen (Skill-based Routing, CRM-Anbindung, mehrsprachige Ansagen), desto mehr Vorlaufzeit braucht die technische Einrichtung. Realistische Planung verhindert Zeitdruck kurz vor dem Stichtag.