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Österreichische Rufnummern für Unternehmen im Überblick

Die "eine" österreichische Business-Rufnummer gibt es nicht. Je nachdem, ob du lokale Präsenz an einem Standort zeigen willst, österreichweit unter einer Nummer erreichbar sein möchtest oder einfach deine bestehende Nummer zu einem neuen Anbieter mitnehmen willst, brauchst du eine andere Lösung. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Arten von Rufnummern es in Österreich für Unternehmen gibt, wie du sie bekommst und worauf du bei der Portierung achten musst.

Welche Arten von österreichischen Festnetz Rufnummern gibt es?

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Geografische Ortsnetznummer

Eine klassische Festnetznummer mit regionaler Vorwahl (z. B. 01 für Wien, 0512 für Innsbruck). Ideal für Unternehmen mit festem Standort, die lokale Präsenz und Seriosität ausstrahlen wollen – etwa bei Neugründung, Filial- oder Standorterweiterung.

Normalerweise hat die Teilnehmernummer 5 Stellen. In Graz (316), Klagenfurt (463), Innsbruck (512), Salzburg (662), Linz (732), Mödling (2236), Baden (2252), Dornbirn (5572) und Wels (7242) sind es grundsätzlich 6 Stellen, in Wien 7 Stellen.

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05-Nummer (privates Netz)

Eine österreichweite, nicht ortsgebundene Nummer aus dem privaten Rufnummernbereich. Keine Mehrwertnummer, Verrechnung zu normalen Festnetztarifen. Perfekt für Unternehmen mit mehreren Standorten (die müssen nachweisbar sein), Vereine, Callcenter oder Homeoffice-Teams, die eine einzige, einheitliche Firmennummer für ganz Österreich wollen.

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0720-Nummer (standortunabhängig)

Eine sogenannte "nomadische" Rufnummer, die – anders als eine geografische Nummer – nicht an einen festen Standort gebunden ist und sich flexibel mitnehmen lässt, etwa bei Umzug oder Standortwechsel. Wird häufig für VoIP- bzw. Cloud-Telefonie genutzt. Für Anrufer gilt eine quellnetztarifierte Abrechnung mit gesetzlich geregelter Entgeltobergrenze – ein Anruf kostet also wie ein gewöhnliches Gespräch ins Fest- oder Mobilnetz, keine Zusatzkosten.

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0800-Nummer (Service-/Freecall-Nummer)

Die klassische gebührenfreie Hotline-Nummer: Für den Anrufer ist jedes Gespräch komplett kostenlos, egal ob aus dem Fest- oder Mobilnetz. Die Kosten dafür trägt das Unternehmen – Anrufe aus dem Mobilnetz sind dabei üblicherweise teurer als aus dem Festnetz. Klassischer Einsatzbereich: Kunden-Hotlines, Vertrieb, Support – überall dort, wo eine niedrige Kontaktschwelle zählt.

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Mehrwertnummern (0810, 0820, 0900, 0930 & Co.)

Das Gegenteil von 0800: Hier zahlt der Anrufer drauf, nicht das Unternehmen. Bei den sogenannten Shared-Cost-Nummern 0810 (max. 0,10 €/Min.) und 0820 (max. 0,20 €/Min.) beteiligt sich der Anrufer an den Kosten. Bei den Premium-Nummern 0900, 0901, 0930, 0931 und 118 sind bis zu 3,64 €/Min. oder 10,– € pro Anruf bzw. Nachricht gesetzlich zulässig. Typischer Einsatzbereich: kostenpflichtige Beratungs-Hotlines, Gewinnspiel- oder Votinglines, Auskunftsdienste – also Angebote, bei denen die Servicegebühr Teil des Geschäftsmodells ist, nicht die reine Erreichbarkeit im Vordergrund steht.

Foto Telefonhörer in der Hand




Eigenheiten von 0720, 0800 und Mehrwertnummern: Was viele nicht wissen

0720 ist nicht dasselbe wie eine 05-Nummer. Beide sind standortunabhängig und quellnetztarifiert – also für den Anrufer kostenmäßig wie ein normales Gespräch. Der Unterschied liegt im Nummernbereich und der Zielgruppe: Die 05-Nummer ist speziell für "private Netze" (unternehmensinterne, geschlossene Rufnummernpläne) reserviert, während 0720 der allgemeine Bereich für standortunabhängige Rufnummern ist.

0720 ist keine Mehrwertnummer. Weil die Vorwahl mancherorts mit dubiosen Anrufen in Verbindung gebracht wird, herrscht hier oft Unsicherheit. Tatsächlich sind 0720-Nummern von der RTR regulierte, seriöse Rufnummern mit gesetzlich gedeckelten Endkundentarifen – kein Grund zur Skepsis, wenn sie seriös vergeben und eingesetzt werden.

0800 kostet das Unternehmen, nicht den Anrufer. Die Gebührenfreiheit für Anrufer bedeutet im Umkehrschluss laufende Verbindungskosten für dich als Nummerninhaber – gestaffelt danach, ob der Anruf aus dem Fest- oder Mobilnetz kommt. Das lohnt sich vor allem dort, wo die Kontaktaufnahme so niederschwellig wie möglich sein soll, etwa im Vertrieb oder Kundenservice.

Alle Nummerntypen sind an eine bestehende Telefonielösung gekoppelt. Weder 05, 0720 noch Mehrwertnummern funktionieren als eigenständige Nummer ohne SIP-Trunk oder Cloud-Telefonanlage im Hintergrund – die Einrichtung erfolgt individuell je nach gewünschtem Routing (z. B. Weiterleitung auf mehrere Standorte oder Rufgruppen).

Bei Mehrwertnummern gelten strenge Konsumentenschutz-Grenzen. Kostet ein Anruf mehr als 2,20 €/Minute, muss das Gespräch spätestens nach 30 Minuten automatisch beendet werden, sonst nach 60 Minuten – ein einzelnes Gespräch darf so maximal 132,– € kosten. Anbieter müssen auf Wunsch außerdem eine kostenlose Sperre für Mehrwertdienste über 0,20 €/Minute einrichten. Wer eine Mehrwertnummer betreibt, sollte diese Grenzen kennen und den Tarif klar kommunizieren.

0810/0820 sind moderat, 0900/0930/118 sind Premium. Der Unterschied ist relevant für die Positionierung: 0810 und 0820 eignen sich für Services mit spürbarem, aber überschaubarem Mehrwert (z. B. technischer Support), während 0900/0930/118 eher für Beratungs- oder Auskunftsdienste mit hohem wahrgenommenem Wert gedacht sind.

FAQ

Häufige Fragen und Antworten zu österr. Rufnummern

Für ein Unternehmen mit festem Standort und Wunsch nach lokaler, regionaler Präsenz ist die geografische Ortsnetznummer die richtige Wahl. Arbeitest du standortübergreifend, im Homeoffice oder willst du eine einzige Nummer für ganz Österreich, ist die 05-Nummer meist die bessere Lösung. Brauchst du eine flexible, technisch auf VoIP ausgelegte Nummer ohne Ortsbindung, ist die 0720-Nummer eine Alternative zur 05-Nummer. Soll die Kontaktaufnahme für deine Kunden komplett kostenlos sein, etwa für Vertrieb oder Support, ist die 0800-Nummer die richtige Wahl. Bietest du einen kostenpflichtigen Beratungs-, Auskunfts- oder Servicedienst an, bei dem die Gebühr Teil deines Geschäftsmodells ist, ist eine Mehrwertnummer (0810/0820 für moderate, 0900/0930/118 für Premium-Tarife) die passende Lösung. Willst du einfach nur den Anbieter wechseln, ohne dass sich für deine Kunden etwas ändert, führt kein Weg an der Portierung vorbei.

Unsicher, welche Variante zu deinem Unternehmen passt? Wir beraten dich unverbindlich und übernehmen die komplette Abwicklung – von der Formularerstellung bis zur Abstimmung mit deinem bisherigen Anbieter.

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Eine geografische Nummer ist an eine Ortsvorwahl gebunden und signalisiert lokale Präsenz. Eine 05-Nummer ist österreichweit einheitlich, nicht ortsgebunden und eignet sich für Unternehmen mit mehreren Standorten oder verteilten Teams.

Ja, EU-weit ist das möglich, etwa aus Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Plane dafür allerdings eine längere Portierungszeit von 1 bis 3 Monaten ein, da die Prozesse je nach Land unterschiedlich geregelt sind.

Für den Anrufer ist der Anruf immer kostenlos, egal ob aus dem Fest- oder Mobilnetz. Die Verbindungskosten trägt das Unternehmen, das die Nummer betreibt.

0720-Nummern sind von der RTR regulierte, seriöse Rufnummern – keine Mehrwertnummern. Es gilt eine tarifliche Gleichbehandlung wie bei gewöhnlichen Fest- oder Mobilnetzgesprächen, inklusive gesetzlich geregelter Entgeltobergrenze.

Beide sind standortunabhängig und für Anrufer kostenmäßig wie ein normales Gespräch. Die 05-Nummer ist speziell für private, unternehmensinterne Netze reserviert, 0720 ist der allgemeine Bereich für standortunabhängige, meist VoIP-basierte Rufnummern.

Das hängt vom Nummernbereich ab: Bei 0810 zahlt der Anrufer maximal 0,10 €/Minute, bei 0820 maximal 0,20 €/Minute. Bei den Premium-Nummern 0900, 0901, 0930, 0931 und 118 sind bis zu 3,64 €/Minute oder 10,– € pro Anruf bzw. Nachricht gesetzlich zulässig.

Ja. Kostet das Gespräch mehr als 2,20 €/Minute, muss es spätestens nach 30 Minuten automatisch beendet werden, ansonsten nach 60 Minuten. Ein einzelnes Gespräch darf dadurch maximal 132,– € kosten.

Nein, im Gegenteil: Bei 0800 ist der Anruf für den Anrufer kostenlos und das Unternehmen zahlt. Bei Mehrwertnummern (0810, 0820, 0900, 0930, 118) zahlt der Anrufer einen Aufschlag on top zum normalen Tarif.